Know How zur Reiseplanung

Tips für einen Gelungenen USA-Roadtrip

Grundsätzlich ist es sehr schwer, jemandem einen wirklichen Rat zu einem Roadtrip durch die USA zu geben. Da für uns gerade das Individuelle das Tolle daran ist und eben jeder Mensch dann doch anders ist und andere Vorlieben und Interessen hat. Oft sind Dinge, die für uns super toll sind, für andere eher uninteressant. Aus diesem Grund versuchen wir unsere Tips hier so objektiv wie möglich zu halten.

Fragen Die sich vor der konkreten Planung stellen

Vor jedem Roadtrip, den wir planen, gehen wir erst einmal unser ToDo Liste durch und entscheiden dann was wir davon als nächstes anschauen wollen. Aus dem Grund würden wir jedem raten, sich erst einmal eine Liste von den Orten zu machen, die er am liebsten besuchen möchte. Gut ist es hier auch schon mal eine Wertung vorzunehmen mit Orten die auf jeden Fall auf der Reise dabei sein sollen und den Orten die zwar ganz nett sind aber kein unbedingtes Must See sind. Meistens kristallisiert sich dann eine Region heraus, die besonders viele Orte enthält, die man sich wünscht. Vor allem denjenigen die die USA das erste mal besuchen raten wir, sich auf eine Region zu beschränken und nicht zu versuchen, alles in einen 3-Wochen Roadtrip zu quetschen.

Was ist für mich beim Reisen wichtig? - Welcher Reisetyp bin ich?

Städtetrip oder Naturerlebnis?

Mit dem Auto oder dem Wohnmobil?

Hotel oder Campingplatz?

Belebte Orte oder Einsamkeit?

Aussichtspunkte abfahren oder Wandern?

Jede Nacht an einem anderen Ort?

Volle Tage oder eher entspannt?

Wie lange sollte eine Wanderung maximal sein?

Ist mir das Nachtleben wichtig?

Bin ich an Reisezeiten gebunden?

Welche Reisezeit ist für welche Region ideal?

Interessiert mich Kultur und Geschichte?

Dauer der Reise, Reisezeit und Budget?

Die Tage, die man für einen Roadtrip investiert, legt natürlich jeder für sich fest. Nach unserem Empfinden sind drei Wochen ein guter Grundstock, um viel zu erleben. Gerade wenn man das erste mal unterwegs ist, sollte man bedenken, dass die Aufnahmefähigkeit oft nicht endlos ist und man die Erlebnisse auch verarbeiten muss. 

Für uns ist der Frühling und Herbst ideal für den Südwesten. Ab Mitte Mai bis etwa Mitte September kann es sehr warm werden. Für uns überschreiten die Temperaturen dann oft unsere Wander-Wohlfühl-Temperaturen. Wollen wir im Südwesten wandern, wählen wir im Frühling April oder Anfang Mai und im Herbst Mitte September bis Mitte November. Für die Kakteenblüte in Arizona sind April und Mai meist ganz günstig. Für den Nordwesten ist für uns der Frühsommer am Idealsten. In den Höhenlagen blühen da meist unzählige Wildblumen und bei Tiersichtungen trifft man oft auch den Nachwuchs an. Für einen Roadtrip im Nordosten kommt für uns eigentlich nur der Herbst in Frage wenn sich die Blätter wunderschön verfärben. Auch extreme Wettererscheinungen wie Tornados und Hurricanes, die es in den USA häufiger gibt, behalten wir bei der Auswahl der Reisezeit für den Mittleren Westen und Süden im Auge. Tornados können natürlich immer auftreten, aber am häufigsten kommen sie im Mittleren Westen vor und können im Frühling bis in den Mai hinein auftreten. Die Hurrikan Saison geht von Juni bis Ende November und betrifft meistens die Staaten rund um den Golf von Mexico und die Staaten am Atlantik.

Das Budget der Reise ist nicht ganz so einfach zu bestimmen und hängt sehr stark von den eigenen Ansprüchen ab. Als grobe Richtlinie setzen wir bei einer 3-wöchigen Rundreise ein Budget von 3000€/Person an. Das beinhaltet den Flug, das Mietauto inkl. Tanken, Übernachtungen im Hotel/Motel und einer Mischung aus Selbstversorgung und Restaurants. In dem Budget sind Andenken und Mitbringsel nicht mit enthalten. Findet man ein sehr günstiges Flugschnäppchen, übernachtet im Zelt und versorgt sich selbst, statt essen zu gehen, kann das natürlich auch noch ein wenig günstiger werden. Plant man eine Städtereise, kann es hingegen auch schnell teurer werden, denn meistens schlagen da höhere Übernachtungskosten, Eintrittsgelder und Essen höher zu Buche.

Für einen ersten Überblick oder die ein oder andere Anregung liefern vielleicht unsere Reiserouten die ein oder andere Anregung.

Feinplanung nachdem der grobe Rahmen festgelegt ist

Flug und Mietwagen

Nachdem wir in etwa die Dauer der Reise und die Reisezeit festgelegt haben, buchen wir eigentlich so gut wie immer zuerst den Flug. Hier hängt der Preis natürlich sehr stark vom Anspruch ab. Economy, mit oder ohne Gepäck, Premium Economy, Business, First Class…. nach oben hin ist der Preis offen. Ist man zeitlich flexibel ist es z.B. möglich, in der Economy Class an die Ostküste Flüge zwischen 300 und 400€/Person. zu finden. Fliegen wir Economy, dann versuchen wir für Flüge an die Ostküste nicht mehr als 700€/Person, an die Westküste nicht mehr als 900€/Person, zu bezahlen. Wer gerne ein wenig mehr investiert und bei Abflugort und zeitlich flexibel ist, kann auch auf Schnäppchen in höheren Kategorien spekulieren. 

Bis 2015 haben wir unsere Flüge immer im Reisebüro gebucht. Seither buchen wir im Internet. Hier mögen wir das Angebot von Expedia klick und mix sehr gerne, denn hier finden sich oft sehr günstige Flugpreise, wenn man eine Nacht in einem Hotel mitbucht. Wenn sich da nichts findet, buchen wir meistens bei der Fluggesellschaft direkt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es im Hinblick auf Flüge eine riesige Auswahl im Internet zu finden gibt. Für uns ist, neben dem Preis, auch der Komfort in den letzten Jahren wichtiger geworden. So fliegen wir am liebsten von unserem „Heimatflughafen“ in Nürnberg weg und steigen in Europa um. Das hat sich für uns als die entspannteste Kombination herausgestellt, für die wir auch manchmal einen etwas höheren Preis in Kauf nehmen.

Nachdem der Flug gebucht ist buchen wir als nächstes den Mietwagen.

Unsere Erfahrungen mit der Mietwagenbuchung. Beim Mietwagen kann man bei einem Midsize SUV in etwa mit 250 – 300€/Woche rechnen.

Genauere Routenplanung und Hotelbuchung

Nachdem dann der Flug und der Mietwagen gebucht ist, beginnt die Feinplanung der Tour. Spätestens ab hier beginnt die Vorfreude auf die Reise.

Besonders für diejenigen, die ihren ersten Roadtrip planen, würden wir eine Planung vom Groben zum Feinen empfehlen. Nachdem die Region festgelegt ist, suchen wir uns die Locations aus unserer Liste aus, die wir auf jeden Fall sehen möchten. Diese bilden dann das Grundgerüst der Reise und werden durch Orte und Aktivitäten aufgefüllt, die in der Nähe liegen, oder in den Zeitplan passen. Nachdem der Rahmen festgelegt ist, beginnt die Feinplanung. Hier ist jeder verschieden, denn von total exakten Planungen bis hin zu Stoffsammlungen haben wir hier schon fast alles gesehen. Anhand der Beschreibung unserer Reiserouten bekommt man einen Eindruck, was wir so an einem Tag unternehmen. Die Tagesetappen kann man gut mit Google Maps planen. Die Zeiten, die dabei für die einzelnen Etappen angegeben werden, sollten allerdings nur zur groben Orientierung dienen. Man kann für eine realistischere Planung locker 20% – 30% auf die Zeiten drauf rechnen, denn erfahrungsgemäß macht man öfter Pausen für Fotos, Essen oder einfach nur zum Gucken und die Aussicht genießen.

Seit ein paar Jahren buchen wir auch die Hotels so gut wie alle im Voraus. Der größte Vorteil liegt für uns darin, dass wir uns vorher genau anschauen können wo wir übernachten. Oft orientieren wir uns beim Buchen auch an der Infrastruktur, die in der Nähe des Hotels ist. So haben wir dann Abends keine langen Fahrwege mehr zum Einkaufen oder zu unserem bevorzugten Restaurant. Einiges Wissenswerte zur Hotelbuchung und unseren Erfahrungen mit diversen Hotels finden sich auf unseren Hotelseiten.

…und damit der Einstieg in die Planung ein wenig leichter fällt, sind hier unser Must See Locations im Südwesten (zumindest für diese Woche)…