Know before you go

Wissenswertes rund um das Reisen in die USA

Als Tourist in die USA einreisen

Aktuell: Wegen der Covid19 Pandemie ist es für deutsche Staatsbürger im Moment und bis auf Weiteres leider nicht möglich aus Deutschland in die USA einzureisen!!!
Wann das Reisen überhaupt wieder möglich ist steht in den Sternen…

ESTA

Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise in die USA durch das Visa Waver Pragramm (ESTA) recht einfach. Neben einem genehmigten ESTA Antrag benötigt man außerdem einen gültigen deutschen Reisepass und ein gültiges Rückflugticket.

Den Esta Antrag kann man unter folgendem Link stellen https://esta.cbp.dhs.gov. Die Formulare kann man sich auch in deutscher Sprache anzeigen lassen, um sicher zu sein, dass man auch alles richtig versteht und ausfüllt. Nachdem man alles ausgefüllt hat, bezahlt man eine Gebühr von 14$. Dies kann man entweder per Kreditkarte oder Paypal tun. Die Genehmigung kann sofort erfolgen, kann aber auch ein paar Stunden oder Tage dauern. Also nicht verrückt machen lassen, wenn es ein wenig dauert.

Ein genehmigter Antrag ist allerdings noch keine Garantie, dass man auch wirklich in die USA einreisen darf. Die Entscheidung darüber trifft der Immigration Officer vor Ort am jeweiligen Einreiseflughafen. ESTA gilt nur für Touristen und für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen.

Immigration und Zoll

Im Flugzeug bekommt man ein Zollformular zum Ausfüllen und zur Beschleunigung der Einreise. 

Am Einreiseflughafen gelangt man automatisch in die Halle, in der die Immigration in die USA erfolgt. Hier wird man meist von netten Menschen in die richtigen Reihen geleitet. Sei einiger Zeit gibt es Automaten, die die Einreise beschleunigen und auch erleichtern. Auch hier kann man die Registrierung an den Automaten in deutscher Sprache durchführen. Um sicher zu gehen, dass man nichts verkehrt eingibt, würden wir das auch empfehlen. An den Automaten bekommt man einen Ausdruck mit dem man dann zum Immigration Officer geht, von dem man dann den Stempel in den Pass bekommt. Anschließend holt man seine Koffer und geht durch den Zoll. Hier gibt man das Zollformular, das man im Flugzeug ausgefüllt hat ab. Dieses Prozedere muss jeder durchlaufen, auch wenn man innerhalb der USA noch einen Anschlussflug hat.

Fliegt man weiter gibt man gleich nach dem Zoll sein Gepäck wieder auf. Meistens muss man auch noch einmal durch die Sicherheitskontrolle und kann dann zu seinem neuen Gate um weiter zu fliegen. Für so einen Anschlussflug in den USA würden wir empfehlen mindestens 2 Stunden Umsteigezeit einzuplanen.

Zeitzonen

Auch in den USA wird die Zeit von Winter- auf Sommerzeit umgestellt. Aber so einfach wie sich das anhört, ist es nicht.☺️

Die Zeit wird normalerweise am zweiten Sonntag im März auf Sommerzeit und am ersten Sonntag im November wieder auf Winterzeit umgestellt. Diese Umstellung erfolgt aber nur auf dem Kontinent. Alaska und Hawaii stellen die Zeit nicht um.

….die Ausnahme auf dem Kontinent bildet Arizona. Hier wird die Zeit ebenfalls nicht umgestellt. Damit es noch ein wenig komplizierter wird, stellt die Navajo Nation, die in Arizona liegt, die Uhren schon auf Sommerzeit um.☺️

Die Winterzeit wird als Standard Time, die Sommerzeit wird als Daylight Saving Time bezeichnet.

2020 werden die Uhren am 8.März auf Daylight Saving Time und am 1.November auf Standard Time umgestellt.

Ein paar Bemerkungen zu den Feiertagen in den USA:

Da es in den USA nicht besonders viele Feiertage gibt und der durchschnittliche Arbeitnehmer auch viel weniger Urlaubstage hat, als wir hier in Deutschland es gewohnt sind, werden die wenigen freien Tage, besonders um die Feiertage, natürlich ausgiebig genutzt. 

Das führt dazu, dass es fast überall an diesen Feiertagen und auch an den Wochenenden vorher, sehr sehr voll ist. Wir würden jedem empfehlen sich an den Feiertagen besonders am Memorial und Labor Day und an den Wochenenden vorher, von großen Städten, Nationalparks, National Monuments, State Parks usw. fernzuhalten. Vor allem in den Parks wird es an diesen Tagen mehr als voll sein und der Genuss der Natur bleibt völlig auf der Strecke. Es kann auch passieren, dass man gar nicht überall hin kommt, einfach weil bestimmte Locations so übervoll sind.

Zwei Beispiele:
Memorial Day 2013 im Yosemite NP. Wir sind gar nicht erst ins Valley reingefahren, denn da gab es schon bei der Einfahrt Stau. Wir haben es dann mit dem Glacier Point versucht. Da es da aber eine Wartezeit von 2 Stunden gab, nur um nach oben fahren zu können, sind wir unverrichteter Dinge wieder weg gefahren.
Memorial Day 2017 in Chicago. Die Wartezeit um auf dem Willis Tower zu kommen betrug 7 Stunden!!!! und das ist kein Witz und auch keine Übertreibung. Der einzige Tag des Jahres, an dem es noch schlimmer sein soll ist der 4. Juli. Das haben wir aber nicht überprüft.☺️ Oben auf dem Tower betrug dann die Wartezeit um in einen der Balkone mit den Glasböden zu kommen noch einmal eine Stunde. Dabei gab es außerdem ein unglaubliches Gedränge. Also nichts was man unbedingt wieder braucht.

Eine weitere Empfehlung wäre auf jeden Fall lange im Voraus Zimmer zu buchen, wenn man vor haben sollte sich irgendwo in der Nähe von Sehenswürdigkeiten aufzuhalten. Das die Preise an Feiertragswochenenden entsprechend höher sind muss wohl nicht extra erwähnt werden.

Telefonieren und Internet on the Road

Bis zu unserem Urlaub 2019 in Kalifornien hatten wir nie eine SIM Karte in den USA. Irgendwie brauchten wir sie nie, denn man hat so gut wie in jedem Hotel freies WLAN und mittlerweile gibt es auch in fast jedem Laden, Restaurant und Kaffeeladen freie Netze. 

Auch weiterhin würden wir sagen, dass man im Grunde nicht unbedingt eine SIM Karte in den USA braucht, aber wir haben durchaus auch die Vorzüge davon kennen gelernt. Der größte Vorteil war für uns das Navigieren über den Internet-Browser. Dieses Feature konnten wir mit der SIM-Karte dauernd nutzen. Die zusätzlichen Kosten für ein extra Navigationsgerät konnten wir uns so sparen. Das alleine hat die Kosten der SIM Karte schon amortisiert. Ein schönes Gimmick ist außerdem, dass man mit der Karte WhatsApp mit der deutschen Nummer nutzen kann. Auch wenn man eine eigene amerikanische Nummer bekommt, kann man bei WhatsApp einstellen, dass man seine deutsche Nummer behalten möchte. Auf langen Autofahrten hatte ich Spaß dabei mit zu Hause zu chatten und aktuelle Fotos nach Hause zu schicken. Von den 4GB die uns zur Verfügung standen haben wir mit Navigation, Telefonieren und Surfen in den vier Wochen Urlaub nicht einmal die Hälfte des Volumens verbraucht. 

Wir hatten die Karte von Funtravel – USA H2O Wireless Prepaid SIM Karte. Die ganze Abwicklung war professionell und super einfach. Es gab keinerlei Probleme und wir waren sehr zufrieden. Ausdrücklich möchten wir betonen, dass wir diese Empfehlung ausgeben, weil wir sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben. Wir werden dafür in keiner Weise bezahlt oder entlohnt!!!

Tage mit freiem Eintritt in die vom National Park Service verwalteten Parks:

Wie jedes Jahr gibt es auch 2020 fünf Tage an denen man keinen Eintritt in den vom National Park  Service verwalteten Gebieten bezahlen muss. Alle Informationen dazu findet man auf der offiziellen Homepage.

Allerdings sollte dazu gesagt sein, dass es an diesen Tagen, besonders in den beliebten Nationalparks extrem voll werden wird. Wir können nur jedem, der die Natur in Ruhe genießen möchte diese Tage eher zu meiden. 

Der Anual Pass, bietet in alle vom National Park Service verwalteten Gebiete freien Einritt. Man bezahlt einmalig 80$ und kann dafür 13 Monate “kostenlos”  jeden Nationalpark, National Monument usw. besuchen. So ein Pass lohnt schon ab dem dritten Nationalpark den man innerhalb der 13 Monate besucht und man ist nicht an Tage gebunden, an denen sich gefühlt alle Menschen des Planeten an einem Ort versammeln.